HEIMAT-LOS

Heimat-los_CART_PregartenVor einem Jahr hat die Künstlergruppe CART das Projekt HEIMAT-LOS begonnen, nicht ahnend, wie aktuell es werden wird. Ziel war eine bewusste Auseinandersetzung mit einem Begriff, der in der öffentlichen Wahrnehmung eher einseitig besetzt ist. Er sollte entrümpelt und künstlerisch ästhetisch neu aufgerollt werden. HEIMAT-LOS lässt sich vielfältig lesen: In der Heimat ist allerhand los; man ist heimatlos; man muss Heimat los-lassen, um z.B. eine Ausbildung machen zu können, oder sogar um überleben zu können. 21 Künstler haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Zu sehen gibt es: ein Bild mit 3 Fahnen: ‚Wie viel Heimat muss der Mensch durchwandern, bis er zu Hause ankommt‘; Scherben als Installation, durchaus metaphorisch zu sehen, „HEIMAT-LOS“ weiterlesen

BILDGESCHICHTEN

Begegnungen_Nikolaus_WalterNikolaus Walter ist Menschenfotograf. In seiner Ausstellung ‚Begegnungen‘ im Kulturzentrum im Meierhof in Schwertberg begegnet man einem meisterlichen Erzähler von fotografischen Bildgeschichten. Nach seiner Ausbildung an der ‚Graphischen‘ in Wien wurde es ihm bald zu eng in Österreich. Es zog ihn nach London, Neufundland, Kanada, in die Schweiz, … er arbeitete im fotografischen Umfeld, bereiste z.B. ganz England, um für Ansichtskarten zu fotografieren. Zitat Nikolaus Walter: ‚Das Leben ist voll mit unglaublichen Dingen ‘. „BILDGESCHICHTEN“ weiterlesen

FLUGWESEN

Flugwesen_OOEFotogalerieDie Künstler der Fotografischen Gesellschaft zeigen in der OÖ Fotogalerie, die sie betreiben, begleitend zum ‚Höhenrausch 2015: Das Geheimnis der Vögel‘ (http://www.hoehenrausch.at/) ihre thematisch passenden Werke unter dem Ausstellungstitel ‚Engel, Flugwesen und andere Merkwürdigkeiten‘. Im 1. Stock im OÖ Kulturquartier Linz (Ursulinienhof) konzentrieren sich die Arbeiten im Fotofoyer vorwiegend auf die Spuren, die Flugwesen hinterlassen: Federn feingliedrig und zart – und doch tragen sie ein Vielfaches ihres eigenen Gewichtes; bunte Schmetterlinge, die einen Hauch der Berührung zurücklassen; Vergänglichkeit, die die Frage aufwirft, was von einem Flugwesen übrig bleibt, ob es eine Erinnerung daran gibt, eine Seele, …; ebenso das Abbild eines toten Baumes, himmelwärts strebend – was bleibt? „FLUGWESEN“ weiterlesen

KUNST UND TECHNIK

Otto_Wichterle_AnimationsfilmEin anschauliches Beispiel, dass Kunst und Technik sich wunderbar ergänzen können, ist die Ausstellung über den tschechischen Chemiker Otto Wichterle (1913 – 1998) im Softwarepark in Hagenberg. In zehn Comic-Tafeln wird in künstlerischer Weise das Leben und Wirken des Erfinders der weichen Kontaktlinse präsentiert. Sie zeigen ein typisches Erfinder-Schicksal des 20. Jahrhunderts. „KUNST UND TECHNIK“ weiterlesen

HOLZKUNST

Etzlstorfer-List Brauhausgalerie Freistadt Juni 2015Walter Etzlstorfer zeigt in der Brauhausgalerie Freistadt Holzskulpturen aus den letzten drei Jahren zusammen mit Leonhard List unter dem Titel HOLZ AUSDRUCKSSTARK. Holz hatte Zeit seines Lebens für Walter Etzlstorfer eine große Anziehungskraft: Als Jugendlicher beschäftigte er sich mit Intarsienarbeiten, später baute er Holzmöbel, bis er sich letztlich der Skulptur zuwandte. „HOLZKUNST“ weiterlesen

DeRePoetics

DeRe Poetics / Antonia Zimmermann

DeREPoeticsAusstellung2015-web

Im digitalen Zeitalter, im Umfeld von Industrie 4.o und all den Erneuerungen und Umwälzungen in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft, zieht digitale Bearbeitung vermehrt in die Kunst ein. Eine Art Kunst 4.0 ensteht. Digitale Vorlagen, wie Fotografien und Scans aller Art, digitale Werkzeuge, in der Werbung und Grafik schon lange bekannt, bilden den Ausgangspunkt. Um sich von deren Handhabung im kommerziellen Bereich abzuheben, braucht es neue Konzepte und eine erweiterte Ästhetik, eben eine tiefgreifendere Auseinandersetzung mit diesen Medien.

zum Text von Antonia Zimmermann

 
DE/RE POETICS
Antonia Zimmermann
diART GALERIE
Schmiedgasse 8, 42420 Freistadt
nach Vereinbarung: 0660 36 37 725

KUNST IN ROM

Hat man in Rom das touristische Programm absolviert – das ist natürlich ein Muss – kann man sich von den allgemeinen Pfaden entfernen und so manches Überraschendes in Sachen Kunst entdecken. Hier unser Rundgang der vergangenen Woche.

Rom Palazzo delle EsposizioniEtwa in der Mitte der Via Nazionale befindet sich die Ausstellungshalle Palazzo delle Esposizioni (www.palazzoesposizioni.it) – Bild oben. Noch bis 13. September 2015 kann man hier 150 beein­druckende Bilder des Fotografen David LaChapelle sehen (zur Erinnerung: er gestaltete das umstrittene Plakat des Life Ball 2014 – Frau mit Penis). Als Fotograf hat er mit Andy Warhol gearbeitet, viele Berühmtheiten portraitiert und hat sich nun auf eine Südseeinsel zurückgezogen. Diese Ausstellung nimmt Bezug zu Rom, hat ihn doch ein Besuch der Sixtinischen Kapelle im Jahre 2006 zu dieser Bilderserie inspiriert. Es sind religiöse Themen, die ihn offensichtlich derzeit beschäftigen: die Sintflut, Jesus im Alltag. „KUNST IN ROM“ weiterlesen

IM VORBEIGEHEN

Im Vorbeigehen KTU LInzDie Katholisch-TheologischePrivatUniversität Linz bietet neben Philosophie und Theologie auch die Studienrichtung Kunstwissenschaften an. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Kunst im Haus allgegenwärtig ist. Das Projekt ‚Im Vorbeigehen‘ konfrontiert Studierende, Lehrende und Angestellte ganz bewusst mit ‚Junger Kunst‘. Die Auseinandersetzung mit den Werken soll zurückhaltend und unaufdringlich sein, „IM VORBEIGEHEN“ weiterlesen

BILDER ZUM LEBEN

Vera_Ledoldis-Streicher_GALIERIEhalle_LinzDie aktuelle Ausstellung ‚Kunst für die Seele‘ von Vera Ledoldis-Streicher in der GALERIEhalle Linz zeigt Bilder, mit denen man leben will und kann. Ihre Bilder sollen den Betrachter der Hektik des Alltags entfliehen, ihn zur Ruhe kommen, das Auge ausrasten und sich der Schönheit ergeben lassen. Es ist ein eher meditativer Prozess, ohne esoterisch zu sein. „BILDER ZUM LEBEN“ weiterlesen

IN DIE DINGE SCHAUEN

Herman Fuchs Sehbilder

Hermann Fuchs beschäftigt sich seit über 10 Jahren intensiv mit abstrakter Fotografie. Dabei geht es ihm nicht um die Wiedererkennbarkeit der abgebildeten Dinge und Szenerien, sondern um ihre innere Struktur. Sind Gegenstände auf ‚normalen‘ Fotografien erkennbar, vergleicht man sie mit der eigenen Erfahrung, Erinnerungen werden geweckt, Assoziationen aufgebaut. Anders dagegen bei Abstraktionen: Wie mit einem Röntgenblick will Hermann Fuchs in die inneren Strukturen der abgebildeten Dinge und Szenerien schauen, „IN DIE DINGE SCHAUEN“ weiterlesen